Europa zu Gast in Pausa: Erasmus+-Projekt „WIR“ endet mit unvergesslicher Woche

Eine Woche, die zeigt, was Europa im Kleinen bedeuten kann: Begegnung, Neugier und echte Freundschaften. Mit einem abwechslungsreichen Programm und vielen gemeinsamen Erlebnissen ist das aktuelle Erasmus+-Projekt der Oberschule Pausa erfolgreich zu Ende gegangen.

Vom 19. bis 24. April 2026 begrüßte die Schule ihre Gäste aus der Türkei, Italien und Spanien – und verwandelte Pausa für einige Tage in einen lebendigen europäischen Treffpunkt. Nach mehreren gemeinsamen Mobilitäten in den Partnerländern bildete der Aufenthalt im Vogtland den feierlichen Schlusspunkt eines Projekts, das weit mehr war als nur ein Schüleraustausch.

Schon der Auftakt wurde sehr feierlich begangen: Am Montag begann die Woche mit einer Begrüßung durch Schulleiter Herrn Herda sowie einem musikalischen Beitrag des Schulchors – ein stimmungsvoller Einstieg in die gemeinsame Zeit. Anschließend lernten die internationalen Gäste den Schulalltag kennen, bevor es zur Feuerwehr Pausa ging. Dort wurde nicht nur zugeschaut, sondern aktiv mitgemacht. In kleinen Gruppen erhielten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in Technik und Einsatzalltag. Ein besonderer Dank gilt Ralf Weber und seinem Team, die diesen Tag mit großem Engagement gestaltet haben. Am Abend folgte ein weiterer Höhepunkt: Der Schulförderverein lud zum gemeinsamen Abendessen ein. Bei leckeren Rostern, Steaks und Hähnchen sowie selbstgemachten Salaten klang der erste Tag in geselliger Runde aus.

Am Dienstag ging es hinaus ins Erzgebirge: In Crottendorf wurde es kreativ – und vor allem duftend. Gemeinsam stellten die Jugendlichen Räucherkerzen her, eine für viele völlig neue Erfahrung. Der anschließende Abstecher nach Oberwiesenthal bot dann einen ganz anderen Perspektivwechsel: Hoch hinaus auf die Skisprungschanze – inklusive beeindruckender Ausblicke und einem kurzen Schneefall.

Der Mittwoch führte die Gruppe zurück nach Pausa, mitten hinein in die regionale Landwirtschaft. Auf dem Hof des Agrarbetriebs von Julia Floss wurde schnell klar, wie vielfältig und anspruchsvoll moderne Landwirtschaft ist. Besonders die praxisnahen Stationen sorgten für Begeisterung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen unter freiem Himmel folgte ein symbolischer Moment: Als bleibende Erinnerung pflanzten die Teilnehmenden gemeinsam Beerensträucher. Möglich gemacht wurde dies durch die Unterstützung der Gärtnerei Zauge – ein Beitrag, der noch lange sichtbar bleiben wird. Am Nachmittag wurde der Tag bei Kaffee und Kuchen von der Bäckerei Albert in gemütlicher Runde fortgesetzt.

Der Donnerstag schließlich bündelte noch einmal die ganze Vielfalt der Woche: Zuerst ging es in die Drachenhöhle Syrau, wo die Gruppe in die geheimnisvolle Welt unter Tage eintauchte. Danach wurde es traditionell: In der Syrauer Windmühle durften die Gäste selbst Hand anlegen und Mehl herstellen – ein Erlebnis, das Geschichte greifbar machte. Den krönenden Abschluss bildete am Abend die Feier in Ebersgrün im Gasthof zur Linde. In festlicher Atmosphäre wurde gelacht, getanzt, zurückgeblickt und vor allem eines deutlich: Diese Woche hat Spuren hinterlassen.

Was bleibt, sind nicht nur Fotos und Erinnerungen, sondern echte Verbindungen über Ländergrenzen hinweg. Das Projekt hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig solche Begegnungen sind – für Verständnis, Offenheit und ein gemeinsames europäisches Miteinander.

Ein großer Dank gilt den Gastfamilien, die ihre Türen und Herzen geöffnet haben, sowie dem Verein zur Förderung der Schule Pausa e.V. für die tatkräftige Unterstützung. Ohne sie wäre diese besondere Woche nicht möglich gewesen.

 

Pausa hat bewiesen: Europa lebt – und zwar genau hier.

 

S. Kratz